Mit ihrem neuen Bandnamen ABBA setzten sich die vier Künstler im Jahr 1974 mit ihrem Beitrag Waterloo zunächst beim schwedischen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest durch. Am 6. April 1974 traten sie bei der Austragung in der englischen Stadt Brighton an. Nach einem für den Wettbewerb bis dahin musikalisch eher untypischen, aber sehr effektvoll inszenierten Auftritt dominierten ABBA die Punktwertung und belegten unter den 17 teilnehmenden Ländern schließlich mit deutlichem Vorsprung den 1. Platz. Dieser Sieg war der Beginn ihrer internationalen Karriere. Die Single Waterloo erreichte in vielen Ländern vordere Plätze in den Hitparaden; sogar in den USA wurde das Lied ein „Top 10“-Hit.

Nach diesem Erfolg veröffentlichten sie in einigen Ländern auch ihre zweite LP, die ebenfalls den Titel Waterloo hatte. Die nachfolgende Single-Auskopplung von diesem Album Honey, Honey sowie die zwei neuen Titel So Long und I Do, I Do, I Do, I Do, I Do waren aber nur noch in Skandinavien, Deutschland, der Schweiz, Belgien, den Niederlanden und in Australien erfolgreich. I Do, I Do, I Do, I Do, I Do gelangte in Australien und in der Schweiz sogar auf den ersten Platz in der Hitparade. Auf dem für Popgruppen sehr wichtigen und einflussreichen britischen Markt fanden diese Singles jedoch keine große Resonanz. Dort galten die Gewinner des „Grand Prix“ ohnehin als „musikalische Eintagsfliegen“. Auch auf ihrer ersten größeren Europa-Tournee im Jahr 1974, bei der sie unter anderem in sieben deutschen Städten gastierten, war die Begeisterung beim Publikum überwiegend zurückhaltend und der erhoffte Erfolg außerhalb Skandinaviens blieb zunächst noch weitgehend aus. Keines der Konzerte war ausverkauft, in der Wiener Stadthalle waren beispielsweise von 5600 Plätzen nur 1200 belegt. Das Konzert in Düsseldorf sowie das einzige in der Schweiz angesetzte Konzert wurde wegen des schwachen Vorverkaufs sogar abgesagt.[3] Im Januar 1975 fanden noch einige Konzerte in Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark statt.

In Schweden war ABBA weiterhin sehr populär. Jedoch begann die heimische Presse zunehmend eine kritische Haltung gegenüber der aufstrebenden Popgruppe einzunehmen, da deren Meinung nach „die Gruppe zu kommerziell und die Musik zu oberflächlich und unkritisch“ sei. Zu dieser Zeit arbeitete auch keiner der Künstler ausschließlich in diesem Gruppenverband, sondern jeder hielt sich zunächst weitere Optionen für seine eigene Karriere offen. So veröffentlichten Fältskog und Lyngstad 1975 jeweils ein schwedisches Solo-Album. Im selben Jahr wirkte Anni-Frid Lyngstad als Hintergrundsängerin bei der Produktion des Albums Moviestar des ebenfalls aus Schweden stammenden Sängers Harpo mit.

Die dritte Gruppen-LP mit dem schlichten Titel ABBA erschien im April 1975. Dieses Album war zunächst ein „Ladenhüter“ und es schien, als sei die internationale Karriere von ABBA somit schnell wieder beendet. Dann wurde entschieden, nach So Long und I Do, I Do, I Do, I Do, I Do eine dritte Single aus dem Album auszukoppeln. So erschien im Spätsommer 1975, kurz nach ihrer zweiwöchigen Tour durch die schwedischen Folkparks, die Single SOS. Dieser neuartige Poptitel erreichte u. a. den 6. Platz der Charts in Großbritannien und Platz 1 in Deutschland und war vom Arrangement sowie von der Soundqualität für ABBA nun richtungweisend für ihre weiteren Songproduktionen. In Australien gefiel dem Publikum besonders Mamma Mia – ein weiteres Lied dieser Platte, das auf Drängen des australischen Platten-Labels RCA auch noch als Single veröffentlicht wurde. Mit diesem Song schaffte ABBA es auch wieder, sich an der Spitze der britischen sowie der deutschen Charts und vieler anderer Länder zu platzieren. Dabei fand auch das auf der B-Seite veröffentlichte Instrumentalstück Intermezzo No. 1 international große Beachtung.

Diese wiedergekehrte Begeisterung für die Musik von ABBA nutzte die Gruppe auch kommerziell: So veröffentlichte ABBA zunächst in Schweden im November 1975 ihr erstes „Best Of“-Album mit dem Titel Greatest Hits, das Anfang 1976 auch in vielen anderen Ländern veröffentlicht wurde und dort die vordersten Plätze der Album-Charts erreichte.

Agnetha Fältskog und Björn Ulvaeus lernten einander im Mai 1969 während der Aufzeichnung einer schwedischen Fernsehsendung in einem Göteborger Fernsehstudio kennen und verlobten sich kurz darauf. Die beiden Musiker heirateten am 6. Juli 1971 im südschwedischen Verum und waren bis Juli 1980 miteinander verheiratet; die private Trennung erfolgte aber bereits im Dezember 1978. Während der Ehe kamen die Kinder Linda Ulvaeus (geboren am 23. Februar 1973) und Peter Christian Ulvaeus (geboren am 4. Dezember 1977) zur Welt.

Anni-Frid Lyngstad und Benny Andersson lernten einander im Februar 1969 kennen und verlobten sich ein halbes Jahr später im August 1969, heirateten jedoch erst am 6. Oktober 1978. Im November 1981 wurde auch diese Ehe wieder geschieden.


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